Was wurde aus der Tafeltüte Juli 1?

Die Zeit verfliegt wieder wie im Fluge. Gerade eben noch habe ich mich über einige der Kommentare geärgert, die ich in einer Facebookgruppe zur letzten Zusammenfassung bekommen habe, da ist es schon wieder Zeit für die nächste. Ich möchte mich an dieser Stelle übrigens mal bei allen bedanken, die das gut finden, was ich hier mache, mich verteidigen gegenüber ignoranten, unhöflichen Menschen, liebe Worte und Ideen für mich haben! Ich freue mich wirklich sehr über Euch!





Zuerst einmal ich finds immer super, wenn ich Toastbrot in der Tüte habe. Sohnemann isst wahnsinnig gern „heißes Brot“ und bisher habe ich mich noch nicht an Toastbrot backen rangetraut. 

Das warme Wetter war übrigens überhaupt nicht gut für den Inhalt der Tafeltüte. Der Innocent-Saft hat geprickelt auf der Zunge (ich glaube das soll er nicht tun), die zwei Früchtekuchen-Stücke hatten bereits kleine Schimmelstellen, die Bananen haben teilweise schon gesuppt und sehr unangenehm fand ich auch die Eier.



Wie man sieht waren in der Packung zwei kaputte Eier, die wirklich nicht mehr gut gerochen haben. Das hieß dann erst einmal die „guten“ Eier rausnehmen und abwaschen, der Rest kam in den Müll. 


Ich will damit einfach nur mal drauf hinweisen, dass ich am Tafeltag meist erst einmal ne Menge zu tun habe mit Sortieren und Verarbeiten. Das scheinen viele nicht zu sehen bzw. denken einfach nicht daran….





Bei den Bananen war ich mir echt unsicher was ich damit machen soll. Viele Vorschläge bekam ich bei Instagram, unter anderem Nana-Eis, Smoothies, gebackene Banane, Marmelade, Kuchen … 


Vorweg – die gebackene Banane ist eine geile Idee, aber dafür waren diese Exemplare hier schon zu matschig. Letztlich habe ich den Großteil zu Kirsch-Bananen-Marmelade verarbeitet (die Kirschen waren aus dem Garten meiner Freundin). Dafür habe ich einfach 1:1 Kirschen und Bananen genommen, mit ganz wenig Wasser aufgekocht, durchpüriert und entsprechend Gelierzucker 2:1 dazugenommen (auf 1 kg Früchte waren das 500 g Zucker). Das alles in Gläsern versteckt und die ersten zwei Gläser sind bereits leer…


Dann habe ich noch einen Kirsch-Bananen-Kuchen gebacken und die restlichen Bananen habe ich in Scheiben geschnitten und eingefroren. Mittlerweile ist der Großteil davon ebenfalls zu KiBa-Marmelade verarbeitet worden ^^.




Am Tafeltag abends gab es für mich Brötchen mit Heringssalat. Gerade bei Fisch bin ich sehr sehr vorsichtig – auch wenn ich ihn normal im Laden gekauft habe. Aber ich hab dran gerochen, ich hab ihn probiert und er schmeckte super. Allgemein fand ich den wirklich lecker. Am nächsten Tag habe ich mir zum Frühstück dann auch nochmal Brötchen aufgebacken und mit richtig dick Heringssalat bestrichen. Wann hat man schon mal die Möglichkeit so richtig zu übertreiben mit Aufstrich? ^^


Alle Brötchen haben wir allerdings nicht aufgebraucht. Ich habe sie einfach draußen liegen gelassen, damit sie hart werden ohne Schimmel anzusetzen. Was daraus geworden ist, seht Ihr später. 






Die Erdbeeren durfte ich übrigens nicht verarbeiten. Also keine Marmelade, Grütze, Kuchen oder sonstwas – nein mein Freund wollte sie einfach gezuckert essen. So richtig zum überfressen viel hatten wir am Ende ^^ Wird wohl das einzige Mal sein diese Erdbeersaison, also sei es ihm gegönnt. 







Dieses Gericht habe ich beim durchstöbern meines eigenen Blogs „wiedergefunden“. Diese Balkanpfanne ist wirklich schön an warmen Tagen. Und das Schicksal wollte wohl, dass ich sie noch einmal koche – Bio-Hackfleisch im Angebot (Verbrauchsdatum fast erreicht), Zucchini im Angebot, Zwiebeln, Joghurt und Schmand noch im Kühlschrank – perfekt. 


Alles richtig gemacht würde ich sagen, es war nämlich genau so gut wie in Erinnerung 🙂






In dieser Tafeltüte hatte ich eine Packung getrocknete Aprikosen drin. In dem Moment wo ich sie gesehen habe, hatte ich Bock auf Hähnchenschmortopf mit Aprikosen und Mandeln. Das Rezept ist schon ewig auf dem Blog, hat schon mal neue Fotos bekommen und ich esse es immer wieder gern. 


Wie der Zufall es will, gab es beim Einkauf nicht nur Bio-Hackfleisch im Angebot sondern auch Fairtrade-Hähnchenkeulen aus demselben Grund. Ich hab mit den Keulen eine Hühnerbrühe gekocht, dann das Fleisch abgepopelt und quasi wie Frikassee verarbeitet. Schmeckt genau so gut wie mit Filets!




So erinnert Ihr Euch an die übrig gebliebenen Brötchen die ich hart werden lies? Die sind in diesem Gericht gelandet. Eigentlich sollte da ja frisches Aufback-Ciabatta und Champignons rein. Ich hab die hart gewordenen Brötchen und Mozzarella genommen. Das Rezept dazu findet Ihr hier – es ist das erste Mal, dass ich nach einem Video gekocht habe 🙂 


Momentan überlege ich noch, ob ich das Rezept auf den Blog bringe oder eher nicht. Geschmeckt hat es auf jeden Fall sehr gut, das Brot hatte die Flüssigkeit super aufgenommen, war unten etwas matschig, oben aber toll getoastet. 




Diesen schiefen Turm von Pancakes habe ich mit den Eiern und der Milch von der Tafel gemacht. An dieser Stelle muss ich mich übrigens bei lactosefreier Milch entschuldigen. Beim letzten Mal hatte ich Landliebe bekommen, die war echt widerlich süß. Dieses Mal war die Milch von VivaVital und die ist deutlich besser gewesen. Man konnte sie sogar pur trinken ohne brechen zu wollen ^^ 


Sicherheitshalber habe ich trotzdem etwas weniger Zucker als im Rezept angegeben genommen. Und zum Schluss kam dann noch ordentlich Honig drüber XD 




Die restlichen Eier und ein guter Teil von der Osterschokolade sind in diesen Sauerkirsch-Brownies gelandet. In letzter Zeit gab es bei uns eindeutig zu oft Rührkuchen und deshalb schaue ich jetzt oft nach Alternativen. Wenn mir die Sachen nämlich selbst nicht so gut schmecken, empfinde ich es als große Lüge Euch die Rezepte hier aufzuschreiben. Ich würde es ja selbst nicht so gern nochmal machen und kann dann nicht guten Gewissens davon schwärmen wie toll das Essen war. Bei den Brownies allerdings braucht Ihr keine Angst haben, die waren superlecker <3 Schade das es dieses Jahr keine Sauerkirschen mehr im Garten meiner Freundin geben wird 🙁






































Zum Mittagessen gab es mal die Mini-Semmelknödel. Dazu eine Fertigsauce (hat ich halt noch rumstehen) und ein schnelles Pilzgemüse. Hat satt gemacht und ging schnell – mehr Pilzgemüse hätte ich machen sollen 😛


Bei den Rüben aus der Tüte war ich lange Zeit unsicher was ich damit mache und ich schob es immer länger vor mir her… Letztendlich habe ich daraus mal wieder einen Gemüseeintopf Freestyle gekocht, nur mit Rübe statt Lauch. Man glaubt gar nicht wie gut die Kombination Wurzelgemüse mit Kidneybohnen ist <3 Überhaupt sind Kidneybohnen einfach geil XD


Die Paprika habe ich leider so lange liegen gelassen das 1 von 3 Schoten bereits angeschimmelt war, die anderen beiden waren schon ordentlich verschrumpelt. Deshalb hab ich sie mit Zwiebel, Feta und Gartenkräuterdressing im Nudelsalat versteckt. 




So das war es auch schon wieder mit der Zusammenfassung. Komplette Gerichte aus der Tafeltüte waren diesmal nicht möglich, weil es recht mau aussah mit Gemüse. Das ist zwar schade, aber kann man nicht ändern.  Dafür hatte ich geilen Joghurt drin – der dunkle Schoko Marmorette war nämlich echt lecker <3 

Flashback: Das erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.

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10 Comments

  • Reply
    Lola Cambola
    17. Juli 2015 at 08:07

    Ich finde das SUPER! Muss mal gesagt werden! Es wird viel zu viel weggeschmissen, ich ertappe mich auch immer wieder dabei… Schrumplige Paprika verarbeite ich imme rin irgendeinem "warmen" Gericht… nach dem Braten sind die garnicht mehr so schrumplig und unterscheiden sich überhaupt nicht davon, wenn ich frische verwendet hätte 🙂 Wirklich eine tolle und arbeitsintensive Sache, die du da durchziehst! Respekt!

    Liebe Grüße,

    Lola von Gute Nahrung macht glücklich!

    • Reply
      Lani
      20. Juli 2015 at 13:44

      Liebe Lola,

      der Hinweis mit der schrumpligen Paprika ist gar nicht so schlecht. Allerdings hat mich das "schrumplige" auch im Nudelsalat gar nicht gestört. Wahrscheinlich ist das mehr Einbildung als alles andere, warum man es nicht essen mag. Ich freue mich sehr, wenn ich ein wenig zum Nachdenken anrege durch die Tafelreihe 🙂

      Ganz liebe Grüße zurück 🙂

  • Reply
    Susanne
    17. Juli 2015 at 10:05

    Ich finde das alles in Ordnung, gelinde gesagt. zur Zeit bin ich etwas indisponiert und kaufe an anderen Stellen ein als sonst. Auf dem Weg zum Bus nach Hause laufe ich gerne mal über den Parkplatz eines großen Einkaufszentrums hier. Da stehen auch die Mulden für den Müll. Besagter Supermarkt spendet scheinbar nichts, denn wenn man zur rechten Zeit über diesen Parkplatz trottet, dann sieht man, wie sehr viel (nicht mehr ganz taufrisches) Obst und Gemüse in den Müllcontainern landen. Das ist mehr als traurig und mir ist lieber, jemand macht da noch was draus. Ich werfe mein Zeug ja auch nicht weg, nur weil es etwas schrumpelig ist.

    • Reply
      Lani
      20. Juli 2015 at 13:42

      Das mit deiner Indisponierung ist nicht an mir vorbeigegangen, ich hoffe deinem Arm geht es bald besser <3 Warum nicht jeder Supermarkt spendet, verstehe ich wirklich nicht. Es sind doch geringere Müllgebühren dadurch, die Sachen werden abgeholt und von den Mitarbeitern der Tafel durchsortiert. Ein wirklicher Mehraufwand entsteht meiner Meinung nach nicht, aber vielleicht bin ich zu wenig in der Materie drin. Interessieren würde mich, was die Leitung des Supermarktes antworten würde, wenn man das Thema ansprechen würde…

      Auf jeden Fall finde ich die Sachen auch alle in Ordnung – sie müssen halt zeitnah verbraucht oder haltbar gemacht werden. Natürlich fliegt auch immer mal was weg, aber damit kann ich leben. Es gibt ja durchaus Gründe warum die Lebensmittel bei der Tafel sind 🙂

  • Reply
    Das Pfeifhäschen Barbara
    17. Juli 2015 at 13:34

    Hallo Henriette,
    ich wünsche Dir weiterhin viel Freude und Erfolg mit Deinem Blog. Mach weiter so!
    Das Thema Toastbrot backen solltest Du u n b e d i n g t angehen. Selbstgebackenes Toastbrot ist einfach d e r Hammer. Und gar nicht so schwer, wie man meint. Die Hefe macht die meiste Arbeit ja alleine ;-). Ein bischen Zeit braucht es und erstaunlich wenig Hefe. Ich backe nach dem Rezept von Zorra aka Kochtopf aus einem ihrer Brot e-Books, das Buttermilchtoastbrot. Und einmal der Link: http://www.kochtopf.me/stories/1-basisrezept-12-verschiedene-brote-das-buch-zum-brotback-projekt-2010/
    Probiere es aus, dein Sohnemann wird es lieben!
    <3 liche Grüße aus OWL
    Das Pfeifhäschen Barbara

    • Reply
      Lani
      20. Juli 2015 at 13:38

      Liebe Barbara,

      vielen Dank für diesen Service – liebe Worte, Ermunterung und ein Link zum direkt starten – besser geht es nicht <3

      Herzliche Grüße zurück (auch vom Sohnemann^^)

  • Reply
    Ulrike
    18. Juli 2015 at 09:40

    Hackfleisch hat kein Mindesthaltbarkeitsdatum, sondern ein Verbrauchsatum 😉 Das heißt, wenn das Verbrauchsdatum angelaufen ist, darf das Lebensmittel nicht mehr an andere abgegeben werden, im Gegensatz zum überschrittenen Mindesthaltbarkeitsdatum 😉 Und traue dich ruhig, Toastbrot zu backen. Auch wenn du keinen Deckel hast, wichtig ist, diese Twistmethode. http://kuechenlatein.com/twist-and-toast-toastbrot-selbstgebastelt-nr-2/ oder das von Hamelmann ist auch nett: http://kuechenlatein.com/mellow-bakers-toastbrot-hamelman/

    • Reply
      Lani
      20. Juli 2015 at 13:36

      Ach das finde ich ja super, dass Du das nochmal verbloggt hast 🙂 Der Unterschied ist mir durchaus bewusst, ich habe die Bezeichnungen aber wirklich falsch verwendet. Das ändere ich jetzt noch (danke für den Hinweis). Grundsätzlich nutze ich aber auch Dinge nach dem Verbrauchsdatum, wenn sie optisch und olfaktorisch noch einwandfrei sind – dann aber ausschließlich gut durchgegart! Toastbrot steht auf der To-Do-Liste *g*

  • Reply
    Katha
    28. Juli 2015 at 07:51

    Liebe Henriette,
    lass dir nix einreden oder dich ärgern – deine Beiträge und deine Art zu kochen sind klasse! Es gehört viel mehr dazu Lebensmittel zu verkochen die "weg müssen" und sich dazu immer wieder passende Rezepte auszudenken, als einfach nur nach Bedarf einzukaufen. Daumen hoch und ich schließe mich den anderen an: trau dich an das Toastbrot, das ist wirklich nicht schwer 🙂

    • Reply
      Lani
      3. August 2015 at 07:23

      <3 Was für liebe Worte von Dir <3 An das Toastbrot habe ich mich jetzt getraut, es hat aber leider nicht überzeugt. Ich bleib aber dran 😉

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