Kohlrouladen

Der Winter ist für mich absolute Kohlzeit. Rosenkohl, Rotkohl, Grünkohl, Weißkohl – ich liebe sie alle! Meine Familie leider weniger… Was ich allerdings immer auf den Tisch bringen kann, sind Kohlrouladen! Wenn die kleinen Dinger nur nicht immer so einen Aufwand machen würden 😭 Aber so alle Jubeljahre (maximal 1-2 mal im Jahr) tue ich mir die Arbeit an und stehe stundenlang in der Küche um leckere Kohlrouladen zu machen. Der Plan ist dann eigentlich ein paar auf Vorrat zu machen und sie einzufrieren. Die Realität sieht dann aber so aus, dass ich Angst habe, jemand könnte zu kurz kommen, alle zubereite und dann gibt es 3 Tage Kohlrouladen am Stück und Freunde und Familie bekommen auch noch was ab 😌


Als Grundrezept nehme ich das Rezept meiner Mutter. Dieses kann aber beliebig ergänzt werden, mit beispielsweise Ketchup, Tomatenmark, Paprika, Zwiebeln… Erlaubt ist, was schmeckt. Wichtig ist nur, dass die Masse nicht zu dünn wird, im Zweifel müsstet Ihr also etwas mehr Paniermehl nutzen. 

Grundrezept: 


1 Kohlkopf (es empfiehlt sich Weißkohl, funktionert aber auch mit Rotkohl oder Wirsing)
1 kg Hackfleisch
1 TL Senf
1/2 Tasse Semmelmehl
1/2 Tasse Milch
1 Ei
1 Zwiebel


Außerdem


Gemüsebrühe
1 Zwiebel
1 Tomate
1 Paprika
Mehlschwitze (1 EL Butter, 2 EL Mehl)
1 Becher saure Sahne


Küchengarn


Einen großen Topf mit Wasser aufsetzen. Die äußeren Blätter vom Kohlkopf entfernen und entsorgen. Den restlichen Kohlkopf in den Topf legen und köcheln lassen. Nach 2-3 Minuten herausnehmen, die garen Blätter abschneiden und in kaltes Wasser legen, den Kohlkopf zurücklegen und so weiter verfahren, bis alle „großen Blätter“ ab sind. 


Hinweis: Ich rechne pro Kohlroulade mit 2 Blättern und 100 g Hackfleisch. Man benötigt für die Menge an Hackfleisch ungefähr 24 Kohlblätter. 


Von den Kohlblättern die dicke Blattrippe runterschneiden (also angleichen, dass alles dieselbe Höhe hat). 


Das Hackfleisch mit Senf, Semmelmehl, Milch, Ei und der geschälten und klein gewürfelten Zwiebel vermengen. 


Ein kleines Kohlblatt nehmen. Etwa 100 g Hackfleischmasse hineingeben und einrollen. Ein größeres Blatt nehmen, die kleine Roulade hineinlegen und ebenfalls aufwickeln. Zum fixieren mit Küchengarn festbinden. 


Öl in einem großen Topf erhitzen. Die Kohlrouladen von allen 4 Seiten scharf anbraten. Es kann ruhig etwas ansetzen oder auch schon zu dunkel aussehen. Solange die Rouladen nicht schwarz werden, ist alles gut. Bratet maximal soviele gleichzeitig an, dass der Boden des Topfes bedeckt ist. Rühren ist nicht, denn dabei würden die Kohlrouladen nur kaputt gehen. Die fertig angebratenen Rouladen zur Seite stellen, bis alle fertig sind. 


Dann etwas Wasser (am besten das Kochwasser vom Kohl!) hinzugeben und den Bodensatz lösen. Danach die Kohlrouladen in den Topf schichten. Eine Zwiebel, eine Tomate und eine Paprika putzen, alles klein würfeln und ebenfalls in den Topf geben. Alles mit Wasser (ich verweise noch mal auf das Kohlkochwasser 😏) auffüllen, bis alles gerade bedeckt ist. Je nach Wassermenge Gemüsebrühpulver zugeben, bei mir waren es ungefähr 1 1/2 Liter und dementsprechend 3 EL Brühpulver. 


Alles aufkochen, runterschalten und 2-3 Stunden auf niedriger Stufe köcheln lassen. Die Rouladen aus der Sauce nehmen und zur Seite stellen. Die Sauce durch ein Sieb passieren. Aus Butter und Mehl eine Mehlschwitze zubereiten und die passierte Sauce damit andicken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und einen Becher saure Sahne unterrühren. Die Kohlrouladen wieder in die Sauce geben und servieren. Dazu passen Salzkartoffeln.


Am besten schmecken Kohlrouladen, wenn man sie noch mal aufwärmt. Ich habe sie einen Tag vorher zubereitet und am nächsten Tag noch einmal aufgekocht. Sie lagen also einen Tag in der Sauce und konnten schön durchziehen. 


Ach ja – ich bin der Typ so wenig wie möglich Füllung, so viel wie möglich Kohl. Ihr müsst für Euch ausprobieren, ob die Roulade in der Gewichtung für Euch passt, oder Ihr lieber mehr Füllung und weniger Kohlblatt nehmen möchtet.

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