Was wurde aus der Tafeltüte August 1?

Die aktuelle Tafeltüte enthielt frisches VIEL FRISCHES. Das war so schön, Ihr wisst ja, dass ich mich über die frischen Sachen immer am meisten freue ne? ^^ Aber hier schaut selbst:


Das Problem an den ganzen frischen Sachen war eigentlich nur, dass sie schnellstmöglich verarbeitet werden mussten. Ich weiß auch nicht genau, wo die Johannisbeeren, Stachelbeeren und Aprikosen herkamen, aber die waren allesamt frisch gepflückt. Da war nix dran, vielleicht eine Privatspende oder vom Ökogarten gespendet (ich weiß, dass der Ökogarten im Herbst auf jeden Fall Äpfel zur Tafel bringt, so weit hergeholt ist die Vermutung also nicht). 


Außer den frischen Sachen hatten wir einiges an Joghurt (die Kids haben sich sehr über die Minnie-/Daisy-Disney-Joghurts gefreut), eine volle Tüte Brot und Brötchen (die ich komplett abgegeben habe, weil mir vom Gerucht schlecht geworden ist oO), etwas Wurst (abgegeben), Dosenzeug (abgegeben) und erfreulich wenig Süßkram. Die Schaumküsse haben zwar noch am selben Tag dran glauben müssen – die Kids waren begeistert – die Geleebananen haben dafür etwas länger gehalten. Eigentlich sollten die ja auch mit abgegeben werden, aber mein Freund hat sie probiert. Und nochmal probiert. Und um sich zu überzeugen, dass sie wirklich gut schmecken hat er nochmal probiert. Tja und dann waren alle drei Packungen leer 😛 Kennt man ne? 


Aber zurück zu meinem frischen Obst. Am Freitag direkt hatte ich keine Kraft mehr, alles zu verarbeiten. Es wurde also eine Wochenend-Mammutaufgabe. Rezepte raussuchen und dann vorbereiten… Aprikosen waschen und entsteinen, Stachelbeeren waschen und abzupfen, Johannisbeeren waschen und entrispen (heißt das so?)… Die Nektarinen hab ich am Freitag noch komplett sortiert und die Hälfte etwa entsorgt wegen Schimmel. Die andere Hälfte habe ich abgewaschen, auf ein sauberes Handtuch gelegt und am nächsten Tag waren die auch alle verschimmelt. War absolutes Pech diesmal. Die Ananas hatte auch schon Schimmel angesetzt, von den Tomaten habe ich etwa 3/4 retten können. Eine der Zuckermelonen musste ich auch entsorgen und von den Bananen will ich gar nicht erst anfangen – sehr traurig sowas… Und Gärfliegen hab ich auch ohne Ende mit der Aktion in meine Küche geholt. Mein Freund meinte nur „Wir sind grad ausm Urlaub zurück, wo kommen die alle her??“ *hust* ähm keine Ahnung…
































































Meine erste Aktion war also Frühstück. Mit Obstteller und Sachen von der Tafel (Noa – übrigens sehr lecker – und Thunfischcreme). Hat ganz gut geklappt, aufgeschnitten geht Obst ja immer besser als im Ganzen. Allerdings hatten wir frische Brötchen dazu, wie gesagt die anderen habe ich geruchlich nicht vertragen… Die Freuden der Schwangerschaft *g*.


So und hier nun das Ergebnis eines arbeitsreichen Wochenendes:




  • Aprikosenketchup (verarbeitet habe ich hier einen Teil der Tomaten und einen Teil der Aprikosen)
  • Aprikosenchutney
  • eingekochte Stachelbeeren (ich hoffe das hat geklappt und sie schmecken noch)
  • Stachelbeer-Johannisbeer-Kompott (hier ebenfalls Daumen drücken)
  • Johannisbeerchutney (tolle Farbe *-*)
  • Kiba-Marmelade (weil ich ja noch nicht genug zu tun hatte, hab ich nämlich noch extrem stark reduzierte Kirschen mitgenommen im Kaufland – 19 Cent das Kilo – und mit ein paar Bananen zu Marmelade gekocht, zumindest theoretisch. Theopraktisch ist es eine Sauce geworden, weil sie einfach nicht geliert ist *grmpf*).
  • Beerenmix-Marmelade (alle Reste kombiniert – die ist superlecker)

Warum die Kiba-Marmelade nicht fest geworden ist, kann ich wirklich nicht sagen. Ich habe am nächsten Tag sogar noch einmal zwei Gläser aufgemacht und nochmal aufgekocht. Aber verbessert hat sich die Konsistenz leider nicht. Sehr ärgerlich, aber dann muss ich mal schauen, wie man die trotzdem verwenden kann. Beim Thema Einkochen bin ich ja immer noch blutige Anfängerin. Ich bete quasi jedes Mal, dass sich kein Schimmel bildet und alles gut ist/bleibt/wird. Ich fülle alles heiß in saubere Gläser, drehe kurz um, damit der Deckel sterilisiert wird und dann warte ich das es Vakuum zieht (klick). Ach ja und ich bräuchte dringend Mitesser – ich weiß gar nicht, wann ich soviel Chutney und Ketchup essen soll oO Wer meldet sich freiwillig?

So und jetzt weg von den süßen Sachen, es gab natürlich auch einiges an herzhaftem in den letzten zwei Wochen. Zum Beispiel dieses Blumenkohl-Romanesco-Kartoffel-Curry. Abends gekocht, zu schlechtes Licht zum fotografieren, deshalb morgens die Reste (mit wenig Blumenkohl) vor die Linse geholt und danach verspachtelt ;).

Die Milch aus der Tafeltüte habe ich wieder mal zu Dinkelgrießbrei verarbeitet. Die Kids und ich lieben ihn einfach. Und was besseres kann einem Liter Milch doch schon fast nicht mehr passieren oder? Vor allem, wenn er so schön mit Obst frischt vom Markt angerichtet ist (na gut die Kirschen sind die erwähnten 19 Cent pro Kilo-Kirschen…). 



Die restlichen Tomaten sind in DEM Nudelsalat gelandet. Warum groß geschrieben? Weil mein Freund sich in diesen Nudelsalat so dermaßen verliebt hat, dass er mir seit dieser Spontanidee in den Ohren liegt, er will ihn wieder essen. Das Rezept habe ich sogar schon verbloggt und dort könnt ihr auch näheres dazu lesen..

Statt Nudelsalat gab es im Rahmen des 12. Synchronbackens dann erstmal Pizzaschnecken mit dem Wilmersburger Pizzaschmelz aus der Tafeltüte. Ich hatte ja Angst, mein Freund könnte es merken (er hat einen sehr feinen Geschmackssinn, deshalb merkt er immer schnell wenn ich ihm was „unterjubeln“ will), aber der „Käse“ war ok. Oder die Schnecken zu schnell gegessen. Wer weiß das schon.


Dieses Gericht war ein Fehlschlag. Eine Gemüse-Reis-Pfanne mit Fetakäse. Klingt nicht schlecht, aber schmeckte gruselig. Ich hab statt dem Weißwein der rein sollte, Rotwein genommen (nix anderes im Haus) und zusätzlich sollte noch Balsamicoessig rein. Im Endeffekt war das Essen so dermaßen sauer, dass ich mit Zucker gegensteuerte. Aber viel geholfen hat es nicht. Gegessen haben wir es trotzdem, aber glücklich sieht anders aus. 

Am nächsten Tag hab ich die Reste mit Schlagsahne, Créme Fraîche und Gewürzen erträglicher gemacht. Und das ganze mit Käse überbacken. War etwas besser, aber trotzdem keinen Jubel wert.



Und weil das so gut geklappt hat mit dem Wilmersburger auf Pizza, hab ich meinem Freund noch eine Pizza damit gemacht. Mit Ketchup-Chutney-Sauce, Thunfisch, Zwiebeln und Tomaten. Er fands super 🙂



Gestern habe ich dann noch eine Reste-Frittata gemacht. Mit der letzten Zucchini, ein paar Tomaten, Zwiebel, den restlichen Paprika, ein paar Veggie-Hackbällchen die noch im Kühlschrank standen, etwas Fetakäse und natürlich Nudeln. Und Ei. Es war ein bißchen viel, deshalb gab es das gleich zum Mittag und zum Abendessen. Zum Mittag wie gesagt als Frittata und zum Abendessen ohne Ei, aufgebraten mit ein bißchen Sojasauce. 



Tjoa das war die letzte Tüte und ich gehe jetzt mal Motivation suchen. Ich hab grad überhaupt keine Lust in das nasse, kalte Wetter rauszugehen. Vor allem, weil ich nix zum Anziehen habe *seufz*.

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4 Comments

  • Reply
    Hamburger Arroganz
    12. August 2016 at 07:41

    Als ich las, dass Du den Brotgeruch nicht verträgst, dachte ich mir gleich "bestimmt schwanger", und dann schreibst Du es selbst – herzlichen Glückwusch!

    Dass gerade Cantaloupe, Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen schneller schimmeln können, als sie gegessen werden können, kenne ich auch. Dabei macht es noch nicht mal einen Unterschied, wo ich das Obst kaufe. Es ist jedes Mal wieder ärgerlich.

    Kannst Du die Kiba-Marmelade als Sirup oder Sauce für Pudding, Eis, Arme Ritter, süße Nudeln nutzen? Übrigens drehe ich die Gläser nicht mehr auf den Deckel, weil unsaubere Deckel die Gefahr erhöhen, dass sich Schimmel bildet. Ob sie Vakuum zogen, merke ich, wenn ich teste, ob ich die Deckel nach dem Erkalten eindrücken kann. In dem Falle kommen die Gläser in den Tiefkühler oder werden sofort verbraucht.

    • Reply
      Lani
      12. August 2016 at 10:51

      Hach danke für die Glückwünsche – ich bin ja schon über die Hälfte (26. Woche) und habe es bisher kaum an die große Glocke gehängt ;).

      Das ärgerliche an schnell schimmelnden Sachen ist ja, dass die meist nicht mal in den Kühlschrank dürfen, weil das Geschmacksverlust bedeutet. Und dann sitzen da die Fruchtfliegen drauf und alles wird noch schneller schlecht. Ich habe mir jetzt eine Fruchtfliegenfalle gebaut die ganz gut funktioniert. Mal sehen wie es heute aussieht, wenn ich die Obst-/Gemüse-Tüte auspacke…

      Die KiBa-Marmelade als Sauce zu verwenden – genau den Gedanken habe ich auch. Worauf genau weiß ich noch nicht, aber zum Wegwerfen ist sie definitiv zu gut 😉 Das mit dem Deckel hmm, ich mache die Deckel ja auch sauber. Und drehe solange der Inhalt noch richtig heiß ist. Das mit dem Vakuum mache ich übrigens auch, die meisten meiner Gläser sind wiederverwendete und die haben oben im Deckel so einen Druckpunkt. Wenn Vakuum ist, ist alles glatt, wenn nicht kann man die Mitte eindrücken. Ist durchaus praktisch 😉

      Lieben Dank wieder für Dein Wissen <3 Ich freue mich jedes Mal von dir zu lesen :-*

  • Reply
    Julia Kitzsteiner
    12. August 2016 at 09:12

    Ich liebe deine Tafeltütenbeiträge einfach!
    Und Glückwunsch zur Schwangerschaft!!!
    Grüße Julia

    • Reply
      Lani
      12. August 2016 at 10:51

      Danke schön <3 Für beides ^^

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