Ofengebackenes Ajvar

Wenn ich meinem Partner eine Freude machen möchte, dann gibt es Cevapcici. Er liebt diese kleinen Würstchen sehr. Und was passt besser dazu als Djuvecreis? Djuvecreis ist eine Art kroatisches Risotto bestehend in erster Linie aus Langkornreis, Erbsen und Ajvar. Und um das Ajvar geht es hier heute. 


Ich weiß Ajvar ist im Supermarkt recht günstig, ein großes Glas kostet teilweise keinen Euro. Warum nun also diese Paste selbst herstellen? Ganz einfach, 1. weil man dann genau weiß was drin ist und 2. der Geschmack ist sowas von großartig! Ich habe die Reste aus dem Topf geleckt 😍 Wenn man allerdings Ajvar selbst machen möchte, dann unbedingt im Sommer – nur jetzt sind die essenziellen Paprikaschoten bezahlbar. Ich hatte sogar Glück und ergatterte letztens 50 % reduzierte Spitzpaprika. Dazu verwendete ich noch die Paprika und die Aubergine aus der letzten Tafeltüte. 

Wichtig ist, dass Ihr einen großen ofenfesten Topf verwendet!


8 große ROTE Paprika – Spitzpaprika oder Gemüsepaprika 
1 Aubergine
5 Knoblauchzehen
1 Peperoni
100 ml Wasser
200 ml Apfelessig
250 ml Sonnenblumenöl
2 TL Salz
2 TL Zucker
etwas Pfeffer


Die Paprikas halbieren, entkernen und grob würfeln. Die Aubergine schälen und ebenfalls grob würfeln. Die Knoblauchzehen putzen und halbieren. Die Peperoni je nach Schärfegrad entkernen oder komplett verwenden (ich hatte eine recht milde Peperoni und hab sie inkl. Kerne verwendet), die Peperoni grob würfeln. Alles in einen großen ofenfesten (!) Topf geben. 


Apfelessig, Wasser, Öl und Gewürze über das Gemüse geben und alles einmal aufkochen. Etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, dann eine Schöpfkelle Flüssigkeit abnehmen (wird nicht mehr benötigt, kann aber zum kochen genutzt werden). Den Topf in den vorgeheizten Ofen stellen und bei 200°C für 2 bis 2 1/2 Stunden backen. Zwischendurch regelmäßig umrühren.

Den Topf aus dem Herd nehmen und alles gut durchpürieren. Am besten direkt in Gläser füllen und bei 90°C für 30 Minuten einkochen. Heraus bekommt man etwas über 750 g Ajvar.

vorher
nachher











































Ich muss zugeben, ich habe mich ziemlich erschreckt, wie wenig ich am Ende heraus bekommen habe. Ich stand etwa 40 Minuten schnibbelnd in der Küche, der Topf war hoch voll mit Gemüse und nach dem Backen war da kaum noch was drin… Aber erwähnte ich den umwerfenden Geschmack dieses Ajvars? Der macht alles wieder wett 💕 Ich halte definitiv die Augen offen, ob ich noch mal relativ günstig an frische Paprika heran komme und werde dann noch mal eine Portion einkochen. 


Dank meinem hauptsächlich besuchten Lebensmittelmarkt und der Tafel habe ich mittlerweile 3 Portionen Ajvar eingekocht. Einmal habe ich das Ganze etwas zu lange drin gelassen und auch nicht umgerührt (ich war aufgehalten worden beim Kinder abholen). Das Ergebnis ist das relativ dunkle Ajvar, da ich trotzdem alles püriert habe. Es schmeckt trotzdem! „Normal“ ist aber eher die hellere Variante. Achtet also bitte darauf, dass Ihr regelmäßig umrührt. 


Zum Thema Schärfegrad noch einmal – das milde Ajvar habe ich mit einer normalen roten Peperoni gemacht, das scharfe Ajvar mit einer Zitronenchili aus meiner Ernte. Und letzteres hat es wirklich in sich. Ich stehe voll drauf 💕

vegetarischer Djuvecreis


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